Testament für Tiere

testament1Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. In vielen Fällen gibt es kein Testament und erst recht nicht wird geregelt, was nach dem Tod aus dem Haustier wird. Oft wird einfach angenommen, dass ein zum Beispiel Verwandter das Tier in einem solchen Fall schon aufnehmen wird. Aber wäre diejenige Person hierzu tatsächlich bereit? Hier sollte man schon zu Lebzeiten klären, wer das Tier aufnehmen würde. Ansonsten – oder für den Fall, dass derjenige es sich nach dem Todesfall anders überlegen sollte – ist es wichtig, ein Testament für das Tier zu erstellen.

In diesem Testament kann man verfügen, welche Einrichtung das Tier aufnehmen soll.

Bei einem jungen, gesunden Tier mit einem freundlichen Wesen käme das nächstgelegene Tierheim infrage, da bei einem solchen Tier natürlich sehr gute Chancen für eine Weitervermittlung an einen geeigneten neuen Halter bestehen. Hier ist es sinnvoll, entsprechende Anregungen hinsichtlich dieses neuen Halters aufzuschreiben, zum Beispiel ob sich das Tier in einer Familie mit Kindern, in der Stadt oder auf dem Land am wohlsten fühlen würde. Auch eine Beschreibung des Wesens, des Gesundheitszustandes, des Futters etc. des Tieres ist hilfreich, um eine passende neue Bezugsperson zu finden und die bestmögliche weitere Betreuung zu gewährleisten.

Bei einem Tier, das schon alt und nicht mehr gesund ist, sollte man überlegen, ob man nicht zu Lebzeiten eine Einrichtung wie zum Beispiel einen Gnadenhof, der das Tier im Todesfall aufnehmen würde, aussucht. Keiner möchte, dass sein Tier seinen Lebensabend im Tierheim verbringt.

Passende Einrichtungen kann man googeln und sich vorher anschauen. In dem Testament würde man dann auch verfügen, dass gleichzeitig eine Zahlung aus der Erbmasse an diese Einrichtung für die weitere Betreuung des Tieres ausgezahlt wird. Falls man dies unter Berücksichtigung der Erben für erforderlich ansieht, sollte ein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden, der diese Zahlungen dann vornimmt.

Beispiele für formwirksame Testamente für Tiere kann man auch googeln. Es erscheint auch sinnvoll, das Testament immer wieder zu aktualisieren.

Jeder möchte, dass sein Tier, wenn man selber nicht mehr da ist, noch ein möglichst schönes weiteres Leben hat. Die besten Chancen hat das Tier, wenn mit einem Testament für das Tier eine entsprechende Vorsorge getroffen wird.

zurück