Parvovirose

Die Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die insbesondere für Welpen sowie ungeimpfte Hunde eine große, mitunter tödliche Gefahr darstellt.

Hunde infizieren sich durch direkten Kontakt mit kranken Artgenossen sowie durch Schnüffeln an infizierten Ausscheidungen. Auch Infektionen über verunreinigte Gegenstände sind möglich.

Bei Welpen bis zum vierten Monats Lebensmonat befällt das Virus die Herzmuskelzellen und die erkrankten Hunde sterben innerhalb kurzer Zeit an akutem Herzversagen. Die Symptome sind Atemnot, Blaufärbung der Schleimhäute und in vielen Fällen schaumiger Nasenausfluss sowie Schnappatmung, die mit dem Tod endet. Eine Behandlung in einer Tierklinik kann versucht werden, die Prognose für  Hunde unter vier Monaten ist jedoch schlecht.

Auch für erwachsene ungeimpfte Hunde, bei denen es zu einem akuten Verlauf mit plötzlichem starkem Erbrechen und Durchfall kommt, endet die Krankheit nicht selten tödlich.

Die Viren sind sehr widerstandsfähig und bleiben in Räumen mit Zimmertemperatur monate- bis jahrelang infektionsfähig. Um sie abzutöten, benötigt man spezielle Desinfektionsmittel vom Tierarzt oder aus der Apotheke, Haushaltsdesinfektionsmittel wie zum Beispiel Sagrotan reichen nicht aus. Wenn man einen erkrankten Hund im Haushalt hatte, müssen also vor der Anschaffung eines neuen Tieres unbedingt alle Flächen und Gegenstände im Haus desinfiziert werden. Im Garten ist dies naturgemäß schwierig.

Der einzige Schutz ist die gegen das Virus schützende Impfung.

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