Animal Hoarding

Was ist Animal Hoarding ?

Beim Animal Hoarding handelt es sich um ein psychisches Krankheitsbild, bei dem eine Person in großer Anzahl Tiere hält, diese aber nicht angemessen unterbringt und versorgt. Den Tieren fehlt es an Futter, Wasser, Hygiene und tierärztlicher Versorgung. Bei manchen Menschen beginnt es ganz harmlos mit einigen unkastrierten Katzen, die sich unkontrolliert vermehren. Die Unfähigkeit der Halter, einzugreifen oder rechtzeitig um Hilfe zu bitten, führt schließlich zu einer unüberschaubaren Zahl an verwahrlosten und kranken Tieren.

Animal Hoarder besitzen grundsätzlich eine Zuneigung zu Tieren. Wer keine Tiere mag, wird auch nie zum Tiersammler. Bestimmte Ereignisse im Lebenslauf, z.B. einschneidende Schicksalsschläge, Enttäuschungen oder der Verlust der Arbeit können jedoch dazu führen, dass sich Menschen von der Gesellschaft zurückziehen, sich nur noch ihren Tieren zuwenden und hierbei jegliches Maß verlieren. Häufig übernehmen Tierschutzvereine Tiere aus Animal Hoarding- Fällen, die von ihren Besitzern freiwillig abgegeben werden, ohne die Behörden zu verständigen. Diese Aufgabe können Tierheime auf Dauer nicht stemmen. Die Verantwortung zum Handeln bei Animal Hoarding liegt bei der gesamten Gesellschaft und umfasst nicht nur die Fürsorge für die Tiere, die sich nicht selbst aus ihrer Notsituation befreien können. Oft sind die Animal Hoarder nicht in der Lage, sich um ihre eigene MIsere zu kümmern oder um Hilfe zu bitten. Hier ist jeder von uns gefordert, aufmerksam zu sein und Hilfe zu vermitteln, bzw. Ämter einzubeziehen, damit Menschen und ihren Tieren geholfen werden kann.  Schon beim geringsten Anzeichen einer ausufernden Tierhaltung sollte daher sofort das zuständige Veterinäramt benachrichtigt werden. Es müssen nicht immer hunderte von Tieren sein. Auch 10 in einer kleinen Wohnung zusammengepferchte Katzen oder fünf Hunde auf engstem Raum gehalten sind alarmierend und sollten gemeldet werden. Veterinär-, Ordnungs- und Gesundheitsämter sind gefordert rechtzeitig einzugreifen.

Die häufig von Veterinärämtern verordnete Bestandsreduzierung hat in der Regel nur einen vorübergehenden Effekt. Die Besitzer verstecken häufig Tiere vor einer behördlichen Kontrolle anstatt diese endgültig abzugeben und nehmen trotz vorgegebener Bestandsobergrenze weiter unkontrolliert Tiere auf. Auch verschwinden Tiere teilweise über Nacht, wenn Ärger droht. Oft werden dabei Tiere einfach zurückgelassen. Nach dem Umzug in eine andere Gemeinde oder in ein anderes Bundesland wird dann wieder von vorne begonnen.

 

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