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Stierkampf auf Mallorca wird wieder blutiger

 Urlauber sollten „Spektakel“ auf Kosten von Tieren meiden

Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an deutsche Urlauber, einen Bogen um Veranstaltungen und Attraktionen zu machen, bei denen Tiere vorgeführt werden und leiden müssen. Erstmals seitdem das spanische Verfassungsgericht 2018 das Verletzungs- und Tötungsverbot beim Stierkampf auf den Balearen gekippt hat, wird etwa am 9. August auf Mallorca wieder eine „Corrida“ – ein blutiger Stierkampf – stattfinden. Aber auch andere tierische Attraktionen gehen in der Regel auf Kosten der Tiere – egal ob ein Souvenirfoto mit einem Wildtier, der Ritt auf einem Elefanten oder die Vorführung von Tieren in Shows.

„Gehen Sie nicht zu Stierkämpfen und unterstützen Sie keine Attraktionen, bei denen Tiere misshandelt werden oder nur für die menschliche Unterhaltung leiden müssen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, daher sollten Reisende entsprechende Angebote meiden“, erklärt Dr. Anna Kirchner, Fachreferentin beim Deutschen Tierschutzbund. „Kulturelle Tradition ist noch lange kein Freibrief für Tierquälerei. Wer den Leidenskampf von Mitgeschöpfen als fröhliches Spektakel feiert, verschließt die Augen vor dem grausamen Umgang mit den Tieren.“

Das Parlament der Balearen hatte im Juli 2017 ein Gesetz verabschiedet, wonach Stiere nicht länger als zehn Minuten in die Arena müssen und während der Corrida von den Toreros weder verletzt noch getötet werden dürfen. Obwohl es weiterhin erlaubt war, Stiere durch die Arenen zu hetzen – verbunden mit dem Risiko schwerer Verletzungen für die Tiere – war dies aus Tierschutzsicht zumindest als erster Schritt in die richtige Richtung zu werten. Das spanische Verfassungsgericht erklärte jedoch mehrere Artikel des reformierten balearischen Gesetzes im Dezember 2018 für verfassungswidrig. Da der Stierkampf 2013 zum nationalen Kulturgut erklärt worden sei, könne nur der Staat über derartige Verbote entscheiden.

In Spanien lassen beim Stierkampf jedes Jahr etwa 30.000 Stiere ihr Leben. Dabei steht die Mehrheit der spanischen Bevölkerung dem Stierkampf ablehnend gegenüber. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich daher seit vielen Jahren, gemeinsam mit seinem europäischen Dachverband, der Eurogroup for Animals, für den Verzicht auf Stierkämpfe in Spanien ein.

Tipps für einen tierfreundlichen Urlaub und worauf Reisende achten sollten, gibt der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website unter www.tierschutzbund.de/aktion/mitmachen/verbrauchertipps/ausland


Ferienspaß im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel

„Ich habe Tiere so gern – darum bin ich hier,“ so erklärten alle Mädchen und Jungen einhellig ihre Teilnahme an ihrem Besuch im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel.

Eine Gruppe von 10 Kindern erfuhr im Rahmen der Ferienspaßaktion der Samtgemeinde Papenteich alles über die vielen tierischen Gäste im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel. Bei der Vorstellung der Tiere in den verschiedenen Einrichtungen des Tierschutzzentrums lernten die Kinder, dass das Tierheim ein Ort ist, in dem in Not geratene Tiere ein vorübergehendes Zuhause finden.

Neben vielen Informationen zu den Einzelschicksalen der Tiere erfuhren die Kinder, warum Erwachsene ihre Kinder beim Ausführen eines Hundes immer begleiten sollten, wie sich Kaninchen (Nesthocker) von Hasen (Nestflüchter) unterscheiden, dass sich Kaninchen, Hamster & Co nur in großzügigen Gehegen mit Rückzugsmöglichkeiten wohlfühlen, und wie vielseitig die tägliche Arbeit einer Tierpflegerin ist. Der Besuch der Mädchen und Jungen war für die Katzen in den Katzenhäusern eine willkommene Abwechslung!

Mit der Vorstellung des Tierrettungswagens lernte die Kindergruppe alle Einsatzmöglichkeiten dieses besonderen Fahrzeugs kennen.

Die anschließende Tierschutzrallye bereitete den Kindern keine Probleme: Sie hatten während des Rundgangs gut aufgepasst und halfen sich gegenseitig, die Aufgaben zu lösen. Eine Urkunde war allen Kindern sicher!

Nachdem sich die jungen Tierschützer mit kleinen aufgebackenen Minipizzen und Möhrchen gestärkt hatten, freuten sie sich, mit der kinderfreundlichen Emma spielen zu dürfen: Und auch Emma genoss die vielen Streicheleinheiten ihrer zweibeinigen Spielkameraden!

Und wieder waren sich alle Mädchen und Jungen beim Abschied aus dem Tierschutzzentrum einig: „Wir wünschen allen Tieren ein gutes Zuhause!“

 

 


Aus aktuellem Anlass greifen wir das Thema „Hund bei Hitze im Auto“ erneut auf

Heute, 24.6.2019, wurde am Vormittag am Anfang der Gifhorner Fußgängerzone  ein Hund aus einem in der prallen Sonne geparkten Auto befreit. Aufmerksame Passanten hatten die Polizei informiert. Die Beamten haben den sichtlich erleichterten Hund mit aufs Revier genommen, dort wurde er erst einmal versorgt.

Trotz Aufklärung kommt es jedes Jahr immer wieder vor, dass Hunde im Auto gelassen werden. Für den Hund wird das Auto zum Backofen, innerhalb von Minuten steigen die Temperaturen im Auto. Fünf Minuten reichen aus, damit Hunde im warmen Auto einen Hitzeschock erleiden. Die Tiere können die Hitze allein durch Hecheln nicht kompensieren. So kann das Auto zur tödlichen Falle werden.

Bei einer Außentemperatur von 40 Grad kann sich der Innenraum eines Autos innerhalb einer Stunde auf 70 Grad aufheizen. Selbst bei angenehmen 24 Grad entstehen nach einer Stunde im Auto Temperaturen um 50 Grad. Für den Hund wird das Auto dann zur Todesfalle. Er kann seine Körpertemperatur nicht mehr regulieren, wird ohnmächtig und kann sterben.

Fenster, die einen Spalt geöffnet sind, helfen bei hohen Außentemperaturen übrigens nur wenig. Es ist ein Trugschluss, dass Hunde dadurch länger im Auto bleiben können. Es reicht nicht aus, wenn das Fenster einen Spalt aufgelassen wird. Die geringe Luftzufuhr, beziehungsweise Luftzirkulation wird es nicht schaffen ein auf fast 50 Grad erhitztes Auto runter zu kühlen. Auch ein Mensch wäre bei solchen Temperaturen schnell überfordert und der Kreislauf würde zusammen brechen. Dabei können wir Menschen über die Haut schwitzen, was unsere Hunde fast gar nicht können. Den Hunden bleibt nur das Hecheln, um sich abzukühlen. Dass das natürlich bei so hohen Temperaturen nicht helfen wird, ist wohl jedem klar.

Ganz schnell kann so ein Hitzeschlag eintreten, der, sollte der Hund nicht rechtzeitig befreit und entsprechend behandelt werden, zum Tod führt. Viele Hunde mussten so schon einen qualvollen Tod sterben und werden dies in Zukunft immer wieder, wenn aus Unwissenheit der Hund bei entsprechenden Temperaturen im Auto gelassen wird.

Wir appellieren daher an alle Hundebesitzer, lassen Sie im Sommer ihren Hund lieber zuhause oder aber draußen vor dem Geschäft – mit einer Person – im Schatten warten.

Wer ein Hund bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung.


Hund und Katze bei Hitze

Bei steigenden Temperaturen und zunehmender Sonneneinstrahlung sollten Tierhalter ihre Gefährten besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten sofort feststellen und entsprechend schnell reagieren zu können.

Auch Hunde können auf unbehaarten Stellen einen Sonnenbrand bekommen, deshalb sollten sie nicht zu kurz geschoren werden. Ausreichend Trinkwasser muss den Tieren immer zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich allerdings nicht. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten selbst entscheiden können, wann sie in der Wohnung, im Keller, auf dem Balkon oder im Garten ein kühles Plätzchen aufsuchen, an dem für sie angenehme Temperaturen herrschen. Auch Katzen, die keinen Zugang ins Freie haben, sollte in der Wohnung oder im Haus ein kühler Platz zur Verfügung stehen.

Spaziergänge mit dem Hund

Spaziergänge und sportliche Betätigungen mit dem Hund sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden, wenn die Temperaturen gemäßigter sind. Andernfalls können – vor allem bei älteren Tieren – Kreislaufprobleme auftreten.

Hund im Auto

Das Auto kann für Hunde zur tödlichen Falle werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung. Es reicht nicht aus, den Wagen im Schatten abzustellen. Selbst, wer nur eben beim Nachbarn hereinschauen möchte, kann aufgehalten werden. Die Sonne wandert und schon wird es im Inneren des Wagens höllisch heiß. Auch bei bedecktem Himmel wird es in einem Auto rasch zu warm. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Hunde im Auto warten müssen.

Im Gegensatz zum Menschen können sich Hunde und Katzen nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen und sind deshalb gegenüber Hitze sehr empfindlich.

Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann. Allerdings muss nachweislich nach ihnen gesucht werden. Die Feuerwehr hat per Gesetz nicht die gleiche Befugnis das Auto zu öffnen wie die Polizei.

Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung.

Transport von Hunden und Katzen

In einem Transporter können Tiere nur während der Fahrt untergebracht werden, da es darin bei erhöhten Außentemperaturen – selbst im Schatten – zu einer extremen Wärmeentwicklung kommt. Sobald das Fahrzeug abgestellt wird, müssen die Tiere das Fahrzeug verlassen können. Die Nutzung einer Klimaanlage bzw. die Installation von Ventilatoren in einem Transporter ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber sicherlich sehr sinnvoll, um einem Hitzestau bei längeren Fahrten bzw. im Stau vorzubeugen.

Lange Autofahrten sollten beim Fehlen einer Klimaanlage an heißen Tagen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden.

Für sein unverantwortliches Verhalten kann der Tierhalter nach §17 Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden – mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe.

Warnsignale erkennen

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führt. Erste Anzeichen eines Hitzeschlags erkennt man bei Katzen daran, dass sie unruhig auf und ab gehen, Herzschlag und Körpertemperatur sich erhöhen oder die Tiere stark hechelnd auf dem Bauch liegen. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen.


 

Der Tierschutzverein ist auf Spenden angewiesen!

In den letzten Monaten gab es viele Notfälle, die das Budget für „Sorgenkinder“ überstrapaziert haben.

Notoperationen, Unfallkatzen, kostspielige Klinikaufenthalte; schnell sind die Zahlen in vielen Fällen im vierstelligen Bereich gewesen.

Tierschutz bedeutet nicht nur die Unterbringung von Fundtieren. Auch in Fällen wo Tier und Mensch in Not sind, helfen wir. Tierbesitzer im Strafvollzug, im Krankenhaus oder Pflegeheim – in diesem Jahr haben wir viele Tiere unterbringen müssen, bei denen der Verein auf den Kosten „sitzen bleibt“.

Wir möchten auch weiterhin allen Tieren in Not helfen können. Auch das nächste Unfalltier soll eine Chance auf Leben haben und tierärztlich versorgt werden.

Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft – damit auch künftige Notfälle und „Sorgenkinder“ eine Chance haben!


 

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