Meldungen

Hochsaison im Tierheim -Anzahl ausgesetzter Tiere steigt im Sommer

Tierschutzzentrum ist auf Spenden angewiesen

Im Tierschutzzentrum Gifhorn und Umgebung e.V. in Ribbesbüttel herrscht derzeit Hochsaison. Katzen, Hunde und kleine Heimtiere, wie Kaninchen und Mäuse beherbergt das Tierschutzzentrum aktuell. In den letzten Wochen musste das Tierheim zudem etliche  ausgesetzte Tiere bei sich aufnehmen. Die Tierschützer führen dies auch auf die sommerliche Urlaubssaison zurück.

Mit seinen Geschwistern im Wald entsorgt

„Wer ein Tier aussetzt, verhält sich vollkommen verantwortungslos und verstößt zudem gegen das Tierschutzgesetz“, sagt Gabriele Asseburg-Schwalki, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung e.V. „Als Tierhalter übernimmt man mit der Aufnahme eines Tieres die Verantwortung für ein anderes Lebewesen und muss für dessen Wohlergehen sorgen – auch in der Urlaubszeit.“ Anschaffung und Auswahl des Tieres sollten daher gut überlegt, der Verbleib des Tieres während eines Urlaubs im Vorfeld geklärt sein. Am besten man erkundigt sich daher frühzeitig, wer aus der eigenen Familie, aus dem Freundeskreis oder der Nachbarschaft das Tier versorgen kann. Findet sich dort niemand, kann man sich um einen Tiersitter bemühen oder das Tier in einer Tierpension unterbringen.

Aus dem Auto geworfen

Insgesamt steigt die Anzahl der Tiere im Tierheim in der Urlaubszeit an. Auch wenn nur einige Tiere ausgesetzt werden, werden in dieser Zeit auch mehr Tiere im Tierschutzzentrum abgegeben. Manche Tierhalter versuchen sich ihrer Verantwortung zu entziehen und geben ihre Tiere als vermeintliche Fundtiere aus. Oft sind die genauen Umstände bei der Aufnahme im Tierschutzzentrum unbekannt. Durch die vermehrte Aufnahme von Tieren ist das Tierschutzzentrum aktuell an seine Kapazitätsgrenzen gekommen, denn alle Tiere wollen gut untergebracht und versorgt sein – das braucht Platz, kostet Zeit und Geld. Viele Tiere sind krank, verletzt oder unterernährt;  viele der Tiere müssen darüber hinaus auch noch geimpft, entwurmt und entfloht werden, einige Tiere benötigen teure Medizin.

Unversorgt zurückgelassen

 

Da wir auch weiterhin allen Tieren in Not helfen wollen, sind wir auf Spenden angewiesen. Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft – damit auch künftige Notfälle und „Sorgenkinder“ eine Chance haben!

 

 

 


Urlaubszeit!
Gleich 3 Mal auf grausame Weise Tiere entsorgt!
Wir sind wieder einmal fassungslos!

Am Freitag, den 6. Juli 2018, wurden 4 ausgesetzte Kaninchen, an der Ecke Tangente/Wolfsburger Str. im Wald, gefunden. Die Finder konnten die völlig verwahrlosten Tiere einfangen, zum Tierarzt und anschließend drei davon zu uns ins Tierheim bringen. Das vierte Kaninchen hat es leider nicht geschafft und konnte nur noch tot geborgen werden .

 

Am selben Tag wurde in Ummern beobachtet, wie eine junge Katze aus einem fahrenden Auto geworfen wurde. Die kleine Katze konnte nicht aufstehen und schrie vor Schmerzen. Welch ein Glück für die Kleine, dass der Vorfall beobachtet wurde. Eine Tierärztin diagnostizierte ein gebrochenes Becken. Das Kätzchen wird nun professionell behandelt.

Und zum Dritten bekamen wir einen Anruf, dass eine Bewohnerin ihre 5 Katzen seit ca 5 Tagen unversorgt zurück gelassen hatte. Dank des Veterinäramtes konnten die Katzen erst einmal im Tierheim untergebracht und versorgt werden. Sie waren ausgehungert und teilweise schon sehr abgemagert.

Wir fragen uns immer wieder, warum die Menschen sich nicht früher Hilfe suchen, wenn sie womöglich überfordert sind. Stattdessen müssen die Tiere furchtbar leiden.

Das Tierschutzzentrum ist in Notfällen jederzeit erreichbar. Bitte werfen Sie ihr Tier nicht einfach weg, nehmen Sie Kontakt mit uns auf, gemeinsam finden wir eine Lösung für das Tier.


Sommerfest des Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e. V.  – Mitmachen beim Hundewettbewerb

Der Gifhorner Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e. V. lädt alle Tierfreunde ein, zum diesjährigen Sommerfest am Sonntag, den 26.08.2018 von 12 bis 17 Uhr, ins Tierschutzzentrum in Ribbesbüttel zu kommen.

Interessierte Besucher haben die Möglichkeit, sich über die Arbeit, die vielfältigen Aufgaben des Vereins und die verschiedenen Einrichtungen des Tierschutzzentrums zu informieren. Während angebotener Rundgänge lernen die Besucher die Tiere kennen, die im Tierschutzzentrum ein vorübergehendes Zuhause gefunden haben.

Auf dem Programm stehen auch wieder der beliebte Hundewettbewerb und die Vorstellung einiger Tierheimhunde.

Außerdem wird es wieder Info-Stände geben. Neben den altbekannten Ständen wie Hund & Katz, Hunde dolmetschen, Tierfotografin, wird es weitere verschiedene Informations- und Verkaufsstände geben, lassen sie sich überraschen.

Auch die kleinen Besucher werden sich nicht langweilen. Neben Kinderschminken, der Herstellung von Buttons, Luftballontiere und einer Tierschutz-Ralley wird es auch wieder eine Tombola und einen Flohmarkt mit vielen Preisen geben.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Vegetarische Köstlichkeiten sowie Pommes, werden abgerundet von Waffeln, Brezeln und Kuchen.

Wer beim Hundewettbewerb mitmachen will, kann sich jetzt schon anmelden!

Der Wettbewerb beginnt um ca. 14.30 Uhr. Auf einer kurzen Rallyestrecke können die Mensch-Hunde-Teams an mehreren Stationen zeigen, dass ihnen keine Aufgabe zu schwer ist. Die Gewinner werden im Anschluss bekannt gegeben. Jedes Teilnehmerteam erhält einen Preis.

Anmeldungen für den Hundewettbewerb bitte bis zum 16. August 2018 an den Tierschutzverein unter der Rufnummer 05374-4434 oder per E-Mail an info@tierschutzgifhorn.de


 

Hunde und Katzen bei Hitze

Bei steigenden Temperaturen und zunehmender Sonneneinstrahlung sollten Tierhalter ihre Gefährten besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten sofort feststellen und entsprechend schnell reagieren zu können.

Auch Hunde können auf unbehaarten Stellen einen Sonnenbrand bekommen, deshalb sollten sie nicht zu kurz geschoren werden. Ausreichend Trinkwasser muss den Tieren immer zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich allerdings nicht. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten selbst entscheiden können, wann sie in der Wohnung, im Keller, auf dem Balkon oder im Garten ein kühles Plätzchen aufsuchen, an dem für sie angenehme Temperaturen herrschen. Auch Katzen, die keinen Zugang ins Freie haben, sollte in der Wohnung oder im Haus ein kühler Platz zur Verfügung stehen.

Spaziergänge mit dem Hund

Spaziergänge und sportliche Betätigungen mit dem Hund sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden, wenn die Temperaturen gemäßigter sind. Andernfalls können – vor allem bei älteren Tieren – Kreislaufprobleme auftreten.

Hund im Auto

Das Auto kann für Hunde zur tödlichen Falle werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung. Es reicht nicht aus, den Wagen im Schatten abzustellen. Selbst, wer nur eben beim Nachbarn hereinschauen möchte, kann aufgehalten werden. Die Sonne wandert und schon wird es im Inneren des Wagens höllisch heiß. Auch bei bedecktem Himmel wird es in einem Auto rasch zu warm. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Hunde im Auto warten müssen.

Im Gegensatz zum Menschen können sich Hunde und Katzen nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen und sind deshalb gegenüber Hitze sehr empfindlich.

Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann. Allerdings muss nachweislich nach ihnen gesucht werden. Die Feuerwehr hat per Gesetz nicht die gleiche Befugnis das Auto zu öffnen wie die Polizei.

Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung.

Transport von Hunden und Katzen

In einem Transporter können Tiere nur während der Fahrt untergebracht werden, da es darin bei erhöhten Außentemperaturen – selbst im Schatten – zu einer extremen Wärmeentwicklung kommt. Sobald das Fahrzeug abgestellt wird, müssen die Tiere das Fahrzeug verlassen können. Die Nutzung einer Klimaanlage bzw. die Installation von Ventilatoren in einem Transporter ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber sicherlich sehr sinnvoll, um einem Hitzestau bei längeren Fahrten bzw. im Stau vorzubeugen.

Lange Autofahrten sollten beim Fehlen einer Klimaanlage an heißen Tagen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden.

Für sein unverantwortliches Verhalten kann der Tierhalter nach §17 Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden – mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe.

Warnsignale erkennen

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führt. Erste Anzeichen eines Hitzeschlags erkennt man bei Katzen daran, dass sie unruhig auf und ab gehen, Herzschlag und Körpertemperatur sich erhöhen oder die Tiere stark hechelnd auf dem Bauch liegen. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen.


Ganzjährige Kleintierhaltung im Freien:
Im Frühjahr kann die Umgewöhnung beginnen

Meerschweinchen in der Außenhaltung Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Kaninchen und Meerschweinchen sollte man am besten im Frühjahr an die ganzjährige Haltung im Freien gewöhnen. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Mit der Eingewöhnung kann man beginnen, sobald die Nächte keinen Bodenfrost mehr aufweisen – laut den Bauernregeln dient hier der Gedenktag der „kalten Sophie“ (15. Mai), der letzte der Eisheiligen, als Anhaltspunkt.

„Damit es durch frisches Gras nicht zu einem abrupten Futterwechsel und möglichen Verdauungsproblemen kommt, sollte man schrittweise vorgehen und die Tiere im Haus zunächst an Frischfutter gewöhnen“, empfiehlt Dr. Henriette Mackensen, Leiterin des Heimtierreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Gehört frisches Gras sowieso zum täglichen Fütterungsrepertoire, kann man diesen Schritt überspringen und die Tiere stundenweise nach draußen setzen –irgendwann dann auch über Nacht.“

Wenn Kaninchen und Meerschweinchen im Frühjahr an die Außenhaltung gewöhnt werden, können sie von da an auch das ganze Jahr über draußen leben. Bevor der Winter kommt, haben sie genügend Zeit, sich langsam an wechselnde Außentemperaturen zu gewöhnen. Spätere Umgewöhnungen, etwa im Sommer, sind nicht ideal, ab September ist es dann zu spät für die Umgewöhnung an die ständige Außenhaltung. „Nichtsdestotrotz dürfen Kaninchen und Meerschweinchen dann aber bei wärmeren Temperaturen auch so stunden- oder tageweise nach draußen“, so Mackensen. Mütter mit Jungtieren sowie kranke Tiere pflegt man in der Regel allerdings das ganze Jahr über besser drinnen.

Schutz vor Sonne, Kälte und Fressfeinden

Grundsätzlich sollten die geselligen Tiere mindestens zu zweit in ausreichend großen Gehegen – in der Außenhaltung mit wetterfesten Schutzhütten – untergebracht sein. Das Gehege sollte ausbruchsicher sein und ebenso Schutz vor dem Eindringen von Mardern oder Füchsen bieten. Da sich in Kotverschmutzungen am After bzw. am Hinterteil der Tiere draußen schnell Fliegenmaden einnisten können, sollte man dies regelmäßig kontrollieren und bei Durchfall sofort den Tierarzt aufsuchen. Im Sommer benötigen Kaninchen und Meerschweinchen unbedingt Schutz vor der prallen Sonne. Das Gehege platziert man daher zum Teil im Schatten oder Halbschatten. Im Winter sollte man die Schlafstellen mit Zeitungspapier und viel Heu isolieren und immer trocken halten. Die Temperatur in der Schutzhütte sollte nicht unter null Grad fallen. In sehr kalten Nächten kann dabei ein untergelegtes Wärmekissen helfen.


Der Tierschutzverein ist auf Spenden angewiesen!

In den letzten Monaten gab es viele Notfälle, die das Budget für „Sorgenkinder“ überstrapaziert haben.

Notoperationen, Unfallkatzen, kostspielige Klinikaufenthalte; schnell sind die Zahlen in vielen Fällen im vierstelligen Bereich gewesen.

Tierschutz bedeutet nicht nur die Unterbringung von Fundtieren. Auch in Fällen wo Tier und Mensch in Not sind, helfen wir. Tierbesitzer im Strafvollzug, im Krankenhaus oder Pflegeheim – in diesem Jahr haben wir viele Tiere unterbringen müssen, bei denen der Verein auf den Kosten „sitzen bleibt“.

Wir möchten auch weiterhin allen Tieren in Not helfen können. Auch das nächste Unfalltier soll eine Chance auf Leben haben und tierärztlich versorgt werden.

Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft – damit auch künftige Notfälle und „Sorgenkinder“ eine Chance haben!


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