Meldungen

Der Klöckner‘sche Angriff auf die Sau ist vorerst abgewendet.

Fotos der kanadischen Tierschutzorganisation http://weanimals.org / frei verfügbar Nennung © Jo-Anne McArthur

Der Bundesrat hat heute den Verordnungsentwurf der Bundesregierung zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung kurzfristig von der Tagesordnung genommen. Damit ist auch die Frage der Sauenhaltung im Kastenstand zunächst verschoben. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Der Angriff von Bundesministerin Klöckner auf die Sau konnte vorerst abgewendet werden – sie ist mit dem Ansinnen, die tierschutzwidrige Haltung von Sauen im Kastenstand weitere 15 Jahre zu verlängern, heute gescheitert. Wir sind gespannt, wie es weitergeht, warnen aber eindringlich vor schmutzigen Deals zu Lasten der Sau. Es muss unbedingt verhindert werden, dass die gesetzlichen Vorgaben der tierschutzwidrigen Realität in den Ställen angepasst werden. Das wäre ein Angriff auf das Staatsziel Tierschutz und eine komplette Verweigerung staatspolitischer Verantwortung. Mittlerweile ist es mehr als drei Jahre her, dass das Bundesverwaltungsgericht die praktizierte Kastenstandhaltung von Sauen als rechtswidrig eingestuft hat. Es wird also höchste Zeit, daraus die Konsequenzen zu ziehen und die Vorschriften der Verordnung, die seit 1992 gilt, durchzusetzen.“


Versuchstierstatistik der Bundesländer

Baden-Württemberg „verbraucht“ erstmals über eine halbe Million Versuchstiere

85 Prozent der in Deutschland eingesetzten Versuchstiere sind Nager – mit fast zweieinhalb Millionen „verbrauchten“ Tieren. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Erstmals hat ein Bundesland in einem Jahr über eine halbe Million Versuchstiere zu wissenschaftlichen Zwecken „verbraucht“. Baden-Württembergs Labore bleiben damit traurige Spitzenreiter in Sachen Tierversuche. Das zeigen die neuesten, nach Bundesländern aufgeschlüsselten Versuchstierzahlen für 2018, die der Deutsche Tierschutzbund nun auf Anfrage vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erhalten hat. In insgesamt acht Bundesländern waren es mehr Tiere als noch im Vorjahr. Insgesamt sind die Zahlen mit deutschlandweit fast drei Millionen Tieren weiterhin auf einem Rekordniveau.

„Die Bundesländer könnten Druck auf die Bundesregierung ausüben und auf eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen drängen. Stattdessen verharren sie in Bewegungslosigkeit und folgen der Bundesregierung auf ihrem völlig falschen Kurs. Statt tierversuchsfreie Forschung verstärkt zu fördern, pumpt auch die Länderpolitik die entsprechenden Gelder immer noch fast ausschließlich in Tierleid“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Laut den Vorgaben der EU sollen Tierversuche eigentlich auf lange Sicht komplett ersetzt werden. Deutschland ist nicht nur meilenweit entfernt von diesem Ziel; bereits die Gesetzgebung für den Status Quo ist mangelhaft: Weil die Bundesregierung die EU-Tierversuchsrichtlinie auch nach Jahren nicht korrekt in deutsches Recht umgesetzt hatte, brachte die EU-Kommission 2019 sogar ein Vertragsverletzungsverfahren auf den Weg.

Baden-Württemberg, Bayern und NRW führen die Statistik an

Neben Baden-Württemberg mit 533.685 Versuchstieren „verbrauchten“ auch Bayern mit 406.871 und NRW mit 399.916 besonders viele Tiere im Namen der Wissenschaft und für die vermeintliche Sicherheit von Verbrauchern und Umwelt. Fast die Hälfte aller in der Forschung verwendeten Tiere wird in diesen drei Bundesländern eingesetzt. Umgerechnet auf den Pro-Kopf-„Verbrauch“ liegen Hamburg und Berlin an der Spitze. Besonders Hamburg sticht hervor: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Tiere hier um 57 Prozent auf 263.256. Auch Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen und Thüringen „verbrauchten“ mehr Tiere als noch 2017. In Niedersachsen, wo das Labor LPT in Mienenbüttel zuletzt massiv in der Kritik stand, fielen die Gesamtzahlen zwar leicht, jedoch stieg die Zahl der Hunde von 936 auf 1.197, die der Javaneraffen von 581 auf 657 und die der Katzen von 144 auf 279. Insgesamt kamen 2018 in allen Bundesländern 2.825.066 Tiere in Versuchen zum Einsatz.

Hier die Zahlen zu allen 16 Bundesländern.


Trainingspaten gesucht

Liebe Tierfreunde,
immer wieder kommen Hunde ins Tierschutzzentrum, die verhaltensauffällig sind. Oft werden sie abgegeben, weil die Halter überfordert sind und mit den „Macken“, die ihr Vierbeiner im Laufe der Zeit entwickelt hat, nicht mehr leben können oder wollen.

Es sind unsichere Hunde, wie unser Barny, unterforderte Hunde wie Henry und schlicht unerzogene Hunde wie Ares, die der Meinung sind, ihnen gehöre die Welt.

Für uns sind sie einfach Hunde mit einer Vorgeschichte und jede einzelne dieser oft unverstandenen Seelen hat eine zweite, teilweise sogar dritte Chance auf ein neues Zuhause verdient. Denn für uns steht fest: keiner dieser Hunde ist wirklich von Haus aus böse oder aggressiv. Sie haben nur nicht gelernt, wie das Zusammenleben mit ihren Menschen richtig funktioniert und nicht selten waren sie gezwungen, die Verantwortung für sich selbst und ihr Herrchen in die Pfoten zu nehmen.

Um unseren „schwierigen“ Fellnasen die bestmögliche Chance auf ein neues Leben in einer neuen Familie zu ermöglichen, nehmen wir die Hilfe einer professionellen Hundetrainerin in Anspruch. Mit jedem Hund wird individuell trainiert, den Hunden wird alternatives Verhalten beigebracht bzw. die eine oder andere unerwünschte Verhaltensweise gänzlich abtrainiert.

Hundetraining kostet jedoch nicht nur Zeit, sondern natürlich auch Geld und daher bitten wir Sie heute um Unterstützung bei der Finanzierung des Trainings. Eine Trainingsstunde kostet 50,- €. Pro Woche müssen wir die Kosten für 3 Trainingsstunden, also 150,- € aufbringen, um effektiv mit unseren Hunden arbeiten zu können und sie so optimal auf das Leben in einem neuen Zuhause vorzubereiten.

Wir suchen deshalb liebe Menschen, die uns und damit den Hunden mit einer Trainingspatenschaft unterstützen. Egal ob 5,- €, 10,- € oder sogar 50,- € monatlich für eine ganze Trainingsstunde übernommen werden: jeder Euro hilft.

Aktuell wird mit folgenden Hunden trainiert:

  • Jimmy, Staffordshire-Rüde,Jimmy ist Menschen gegenüber sehr distanzlos, braucht Maulkorbtraining
  • Barny, Schäferhunde-Mischlingsrüde, unsicher fremden Menschen gegenüber.
  • Lexi, Amerikanische Bulldogge, die Hündin muss lernen, andere Hunde zu ignorieren
  • Bella, kaukasische Schäferhündin, braucht Maulkorbtraining.

Jimmy

Bella

Barny

Lexy

Trainingspatenschaften werden auf jeden Fall zweckgebunden und ausschließlich für das Training verwendet. Wird ein Hund, der durch eine Trainingspatenschaft unterstützt wird, glücklich vermittelt, können Sie sich entweder gezielt einen neuen Patenhund aussuchen oder Ihre Patenschaft kommt dem nächsten „schwierigen“ Hund zugute und wird für dessen Training verwendet.

Bitte helfen sie uns und somit unseren Fellnasen und übernehmen Sie eine monatliche Trainingspatenschaft mit einem Betrag ihrer Wahl. Auch eine einmalige Spende für das Hundetraining hilft natürlich weiter.

Hunde wie unsere Bella, die bereits über 2 Jahre bei uns im Zwinger sitzt oder auch Barny, ebenfalls Langzeitinsasse, brauchen Ihre Hilfe.

Wer gerne eine monatliche Patenschaft übernehmen möchte, übersende uns bitte den ausgefüllten Patenschaftsantrag mit dem Namen des Hundes und dem Zusatz: Trainingspatenschaft.

Für Einmalspenden verwenden Sie bitte unser Spendenkonto mit dem Verwendungszweck: Trainingspatenschaft „Name des Hundes“.

Spendenkonto
IBAN: DE10 2695 1311 0011 0159 06
BIC: NOLADE 21GFW
oder über unseren PayPal-Spendenbutton.

Wir bedanken uns schon einmal im Voraus für Ihre Hilfebereitschaft unseren „schwierigen“ Hunden zu helfen, um ihnen ein Familienleben zu ermöglichen. Natürlich können Sie Ihre Patenkinder, nach Absprache mit der Tierheimleitung, auch besuchen.

Vielen herzlichen Dank auch im Namen unserer Hunde.
Ihr Tierheim-Team


Der Tierschutzverein ist auf Spenden angewiesen!

In den letzten Monaten gab es viele Notfälle, die das Budget für „Sorgenkinder“ überstrapaziert haben.

Notoperationen, Unfallkatzen, kostspielige Klinikaufenthalte; schnell sind die Zahlen in vielen Fällen im vierstelligen Bereich gewesen.

Tierschutz bedeutet nicht nur die Unterbringung von Fundtieren. Auch in Fällen wo Tier und Mensch in Not sind, helfen wir. Tierbesitzer im Strafvollzug, im Krankenhaus oder Pflegeheim – in diesem Jahr haben wir viele Tiere unterbringen müssen, bei denen der Verein auf den Kosten „sitzen bleibt“.

Wir möchten auch weiterhin allen Tieren in Not helfen können. Auch das nächste Unfalltier soll eine Chance auf Leben haben und tierärztlich versorgt werden.

Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft – damit auch künftige Notfälle und „Sorgenkinder“ eine Chance haben!


 

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