Meldungen

Internationaler Tag des Versuchstieres am 24. April
– Was Verbraucher tun können –

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einer Gesamtstrategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Während die Politik bislang untätig bleibt, fühlen sich viele Menschen angesichts von fast drei Millionen Tieren, die in Deutschland pro Jahr in Versuchen „verbraucht“ werden, machtlos. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tierfreunden Tipps an die Hand, wie sie selbst Einfluss nehmen können – auch wenn die Möglichkeiten begrenzt sind.

„Es braucht endlich eine konkrete politische Strategie um aus Tierversuchen auszusteigen. Tierversuchsfreie Alternativmethoden müssen viel stärker gefördert werden und zur Anwendung kommen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Kritik übt er auch an der Großen Koalition, die in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hatte, Tierversuche langfristig komplett ersetzen zu wollen: „Anstrengungen in diese Richtung sind nicht erkennbar. “

Vorsicht bei Kosmetik-Produkten
Gerade im Bereich der Grundlagen- und der angewandten Forschung kann man als Einzelner keinen Einfluss nehmen. Auch bei Medikamenten und Produkten wie Reinigungsmitteln oder Wandfarben gibt es für Verbraucher kaum eine Alternative beim Einkauf, weil gesetzliche Regelungen nach wie vor zur Marktzulassung eine Prüfung der Inhaltsstoffe oder der Produkte im Tierversuch vorschreiben. „Es bleibt daher für den Verbraucher nur die Möglichkeit, derartige Produkte sparsam zu verwenden oder ganz auf sie zu verzichten. Direkten Einfluss nehmen kann man mit der eigenen Kaufentscheidung aber bei kosmetischen Produkten“, erklärt Kristina Wagner, Leiterin des Referats für Alternativmethoden zu Tierversuchen beim Deutschen Tierschutzbund. Tierversuche für fertige kosmetische Produkte und für neue kosmetische Inhaltsstoffe sind zwar in der EU mittlerweile nicht mehr erlaubt. „Artikel, die „alte“ Inhaltsstoffe enthalten, für die Tierversuche durchgeführt wurden, finden sich weiterhin in den Verkaufsregalen. Zudem beziehen sich die Verbote nur auf Inhaltsstoffe, die ausschließlich für kosmetische Zwecke zum Einsatz kommen. Kosmetikhersteller dürfen also weiterhin chemische Substanzen verwenden, die in anderen Produkten, etwa Reinigungsmitteln, Wandfarben oder Medikamenten, eingesetzt werden und für die Tierversuche vorgeschrieben sind. „Verbraucher, die dies nicht unterstützen möchten, können sich an der Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes orientieren“, so Wagner. „Die darin aufgeführten Hersteller führen keine Tierversuche durch und verwenden nur Inhaltsstoffe, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden.“ Die Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes finden Interessierte auf der Website des Verbandes:
www.tierschutzbund.de/information/service/publikationen/kosmetik-positivliste.

Mäuse leiden und sterben für Botox
„Wer Tierversuche nicht unterstützen möchte, sollte zudem die Finger von Botox-Behandlungen lassen, denn durch sie unterstützt man grausame Tierversuche indirekt und häufig leider unwissend“, sagt Wagner. Nach gesetzlicher Definition handelt es sich bei Botox nicht um ein kosmetisches Produkt, weil es unter die Haut injiziert und nicht auf die Haut aufgetragen wird. Verfügt der Hersteller noch nicht über eine anerkannte Alternativmethode, wird jede Produktionseinheit Botox im sogenannten LD50-Test getestet. Dabei bekommen Mäuse Botox in unterschiedlich stark verdünnten Dosen in die Bauchhöhle injiziert, um zu ermitteln, bei welcher Botox-Konzentration 50 Prozent der Tiere sterben. Das Prozedere ist mit enormem Leid verbunden: Die Mäuse ersticken langsam durch die Lähmung ihrer Atemmuskulatur – dabei kann sich ihr Todeskampf über bis zu vier Tage hinziehen.

Tierfreundliche Methoden in der Lehre
In vielen lebenswissenschaftlichen Studiengängen, etwa in der Human- und Tiermedizin oder Biologie, sind Präparationen an Tieren, Übungen an Organpräparaten, aber auch Versuche an lebenden Tieren für die Studierenden vorgeschrieben. „An manchen Universitäten erlaubt es mittlerweile das Hochschulgesetz, sich von der Teilnahme an solchen Kursen oder Versuchen befreien zu lassen. Andere setzen bei der Ausbildung bereits verfügbare Alternativmethoden ein. Hier sollte man sich vor Studienantritt informieren“, rät Wagner. „Ansonsten hat jeder zumindest die Möglichkeit, sich mit seinem Protest direkt an die Universität zu wenden. Wir fordern, dass auch in der Ausbildung auf Tierverbrauch und Tierversuche verzichtet wird und stattdessen die Anwendung von Alternativmethoden gelehrt wird.“


7 auf einen Streich – Welpenalarm im Tierheim

Gleich sieben Hundewelpen auf einmal bevölkern seit gestern, den 10.04.2019, das Tierheim.

Die jetzt 8 Wochen alte Rasselbande und ihre Mama Anka halten nun die Tierpfleger ordentlich auf Trab. Die fünf Mädchen und 2 Jungs haben natürlich hier viel zu entdecken und Mama Anka ist fleissig dabei, sie alle zu erziehen und ihnen ein ordentliches Sozialverhalten beizubringen.

Während Mama Anka in 2-3 Wochen nach Hause zurück darf, bleiben die 7 Zwerge, solange im Tierheim, bis sie vollständig geimpft und gechipt ein neues Leben bei lieben Menschen beginnen können. Allerdings müssen wir diese Menschen erst noch finden…

Wer also Interesse hat, einen der Welpen zu adoptieren, ist herzlich Willkommen die Kleinen im Tierheim kennen zu lernen.


 

Zukunftstag im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel

Welche Bedeutung haben Tierschutzvereine, warum ist es gut, dass es Tierheime gibt, und welche Aufgaben gehören zum Berufsbild eines Tierpflegers?

Im Rahmen des Zukunftstages hatte eine kleine Gruppe von fünf Mädchen und einem Jungen die Möglichkeit, durch eine anschauliche Powerpoint Präsentation und die anschließende fachkundige Führung einer Tierpflegerin die verschiedenen Einrichtungen im Tierschutzzentrum Ribbesbüttel kennen zu lernen und einen Einblick in die Tätigkeitsbereiche eines Tierpflegers zu gewinnen. Während des Rundgangs wurden die Jugendlichen auch über Einzelschicksale einiger Tiere informiert und lernten so sehr eindrucksvoll, dass das Tierheim ein Ort ist, in dem in Not geratene Tiere ein vorübergehendes und sicheres Zuhause finden können.

Auch die praktische Arbeit kam nicht zu kurz. Zwei Katzenhäuser mussten gereinigt werden: Nach Anleitung wurde diese Aufgabe perfekt bewältigt – natürlich nicht ohne das Verteilen vieler Streicheleinheiten an die vierbeinigen Bewohner.

Zum Abschluss erfuhren die Schüler alles Wissenswerte über den Tierhilfewagen und seine Einsatzmöglichkeiten.


Deutscher Tierschutzbund launched App „Mein Haustier“ 

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

 

„Mein Haustier“, die offizielle App des Deutschen Tierschutzbundes, ist ab dem 20. Februar, dem Liebe-Dein-Haustier-Tag, in allen App-Stores zu finden. Mit der kostenfreien App richtet sich der Verband an Hunde- und Katzenbesitzer. Individuell auf die Bedürfnisse des eigenen Tieres abgestimmt, erhalten die Nutzer wertvolle Hilfestellungen, Erste Hilfe-Tipps und Terminerinnerungen.

„Wir wünschen uns, dass es den Tieren in ihrem Zuhause gut geht und sie sicher und glücklich leben können. Daher haben wir unser Wissen und unsere Erfahrung im Heimtierschutz in unsere App einfließen lassen, um allen Hunde- und Katzenbesitzern zur Seite zu stehen“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Besonders frischgebackene Tierhalter sind häufig verunsichert, wenn sie den neu adoptierten Schützling mit nach Hause nehmen und sich nach und nach mit unzähligen Fragen konfrontiert sehen: Welches Futter ist das Richtige? Wie wird der Junghund stubenrein? Wird sich die vorhandene Katze mit der neuen verstehen? Ist das harmloser Juckreiz oder eine Ohrenentzündung? Die App „Mein Haustier“ bietet hier Hilfe und Rat.

Digitaler Helfer für die Hosentasche
Vollkommen kostenfrei und ganz ohne Registrierung kann in der App ein Steckbrief des eigenen Hundes oder der eigenen Katze angelegt werden. Auf Basis von Eckdaten, wie Größe, Gewicht oder Alter, ergibt sich anschließend ein individueller Ratgeber. So bekommen die Nutzer Tipps, die für sie und ihre Vierbeiner auch wirklich relevant sind. Und natürlich ist dabei auf das Wissen und die langjährige Erfahrung des Deutschen Tierschutzbundes Verlass: Die Experten des Verbandes geben Empfehlungen aus den Bereichen Haltung, Erziehung, Pflege, Ernährung, Gesundheit und Reisen. Außerdem enthält die App Erste Hilfe-Tipps für den Ernstfall und weiß, was zu tun ist, wenn das Tier vermisst wird oder es ihm nicht gut geht. Zudem erinnert sie die Nutzer an Termine, etwa an jährlich anstehende Impfungen oder an die Gabe von Medikamenten. Nützliche Checklisten zur Urlaubsplanung oder für den Tierarztbesuch garantieren, dass an alles gedacht wird.

Mehr Infos zur App „Mein Haustier“ und die Möglichkeit zum kostenfreien Download finden Interessierte auf der Website www.mein-haustier-app.de.


Der Tierschutzverein ist auf Spenden angewiesen!

In den letzten Monaten gab es viele Notfälle, die das Budget für „Sorgenkinder“ überstrapaziert haben.

Notoperationen, Unfallkatzen, kostspielige Klinikaufenthalte; schnell sind die Zahlen in vielen Fällen im vierstelligen Bereich gewesen.

Tierschutz bedeutet nicht nur die Unterbringung von Fundtieren. Auch in Fällen wo Tier und Mensch in Not sind, helfen wir. Tierbesitzer im Strafvollzug, im Krankenhaus oder Pflegeheim – in diesem Jahr haben wir viele Tiere unterbringen müssen, bei denen der Verein auf den Kosten „sitzen bleibt“.

Wir möchten auch weiterhin allen Tieren in Not helfen können. Auch das nächste Unfalltier soll eine Chance auf Leben haben und tierärztlich versorgt werden.

Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft – damit auch künftige Notfälle und „Sorgenkinder“ eine Chance haben!


 

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