Meldungen

Aus aktuellem Anlass greifen wir das Thema „Hund bei Hitze im Auto“ erneut auf

Heute, 24.6.2019, wurde am Vormittag am Anfang der Gifhorner Fußgängerzone  ein Hund aus einem in der prallen Sonne geparkten Auto befreit. Aufmerksame Passanten hatten die Polizei informiert. Die Beamten haben den sichtlich erleichterten Hund mit aufs Revier genommen, dort wurde er erst einmal versorgt.

Trotz Aufklärung kommt es jedes Jahr immer wieder vor, dass Hunde im Auto gelassen werden. Für den Hund wird das Auto zum Backofen, innerhalb von Minuten steigen die Temperaturen im Auto. Fünf Minuten reichen aus, damit Hunde im warmen Auto einen Hitzeschock erleiden. Die Tiere können die Hitze allein durch Hecheln nicht kompensieren. So kann das Auto zur tödlichen Falle werden.

Bei einer Außentemperatur von 40 Grad kann sich der Innenraum eines Autos innerhalb einer Stunde auf 70 Grad aufheizen. Selbst bei angenehmen 24 Grad entstehen nach einer Stunde im Auto Temperaturen um 50 Grad. Für den Hund wird das Auto dann zur Todesfalle. Er kann seine Körpertemperatur nicht mehr regulieren, wird ohnmächtig und kann sterben.

Fenster, die einen Spalt geöffnet sind, helfen bei hohen Außentemperaturen übrigens nur wenig. Es ist ein Trugschluss, dass Hunde dadurch länger im Auto bleiben können. Es reicht nicht aus, wenn das Fenster einen Spalt aufgelassen wird. Die geringe Luftzufuhr, beziehungsweise Luftzirkulation wird es nicht schaffen ein auf fast 50 Grad erhitztes Auto runter zu kühlen. Auch ein Mensch wäre bei solchen Temperaturen schnell überfordert und der Kreislauf würde zusammen brechen. Dabei können wir Menschen über die Haut schwitzen, was unsere Hunde fast gar nicht können. Den Hunden bleibt nur das Hecheln, um sich abzukühlen. Dass das natürlich bei so hohen Temperaturen nicht helfen wird, ist wohl jedem klar.

Ganz schnell kann so ein Hitzeschlag eintreten, der, sollte der Hund nicht rechtzeitig befreit und entsprechend behandelt werden, zum Tod führt. Viele Hunde mussten so schon einen qualvollen Tod sterben und werden dies in Zukunft immer wieder, wenn aus Unwissenheit der Hund bei entsprechenden Temperaturen im Auto gelassen wird.

Wir appellieren daher an alle Hundebesitzer, lassen Sie im Sommer ihren Hund lieber zuhause oder aber draußen vor dem Geschäft – mit einer Person – im Schatten warten.

Wer ein Hund bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung.


Hund und Katze bei Hitze

Bei steigenden Temperaturen und zunehmender Sonneneinstrahlung sollten Tierhalter ihre Gefährten besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten sofort feststellen und entsprechend schnell reagieren zu können.

Auch Hunde können auf unbehaarten Stellen einen Sonnenbrand bekommen, deshalb sollten sie nicht zu kurz geschoren werden. Ausreichend Trinkwasser muss den Tieren immer zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich allerdings nicht. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten selbst entscheiden können, wann sie in der Wohnung, im Keller, auf dem Balkon oder im Garten ein kühles Plätzchen aufsuchen, an dem für sie angenehme Temperaturen herrschen. Auch Katzen, die keinen Zugang ins Freie haben, sollte in der Wohnung oder im Haus ein kühler Platz zur Verfügung stehen.

Spaziergänge mit dem Hund

Spaziergänge und sportliche Betätigungen mit dem Hund sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden, wenn die Temperaturen gemäßigter sind. Andernfalls können – vor allem bei älteren Tieren – Kreislaufprobleme auftreten.

Hund im Auto

Das Auto kann für Hunde zur tödlichen Falle werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung. Es reicht nicht aus, den Wagen im Schatten abzustellen. Selbst, wer nur eben beim Nachbarn hereinschauen möchte, kann aufgehalten werden. Die Sonne wandert und schon wird es im Inneren des Wagens höllisch heiß. Auch bei bedecktem Himmel wird es in einem Auto rasch zu warm. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Hunde im Auto warten müssen.

Im Gegensatz zum Menschen können sich Hunde und Katzen nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen und sind deshalb gegenüber Hitze sehr empfindlich.

Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann. Allerdings muss nachweislich nach ihnen gesucht werden. Die Feuerwehr hat per Gesetz nicht die gleiche Befugnis das Auto zu öffnen wie die Polizei.

Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung.

Transport von Hunden und Katzen

In einem Transporter können Tiere nur während der Fahrt untergebracht werden, da es darin bei erhöhten Außentemperaturen – selbst im Schatten – zu einer extremen Wärmeentwicklung kommt. Sobald das Fahrzeug abgestellt wird, müssen die Tiere das Fahrzeug verlassen können. Die Nutzung einer Klimaanlage bzw. die Installation von Ventilatoren in einem Transporter ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber sicherlich sehr sinnvoll, um einem Hitzestau bei längeren Fahrten bzw. im Stau vorzubeugen.

Lange Autofahrten sollten beim Fehlen einer Klimaanlage an heißen Tagen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden.

Für sein unverantwortliches Verhalten kann der Tierhalter nach §17 Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden – mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe.

Warnsignale erkennen

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führt. Erste Anzeichen eines Hitzeschlags erkennt man bei Katzen daran, dass sie unruhig auf und ab gehen, Herzschlag und Körpertemperatur sich erhöhen oder die Tiere stark hechelnd auf dem Bauch liegen. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen.


Händler setzen weiter auf Känguru-Fleisch

Copyright: Hopping Pictures

Der Deutsche Tierschutzbund hat an insgesamt 43 Unternehmen appelliert, ihre Känguruprodukte aus dem Angebot zu nehmen. Die Jagd auf jährlich mehr als 1,5 Millionen Kängurus ist die größte Tötung landlebender Wildtiere weltweit und aus Tierschutzsicht höchst problematisch. Dennoch boomt der Verkauf von Kängurufleisch und Känguruleder. Bei den angeschriebenen Supermärkten, Frischfleischgroßhändlern, Tierfutterherstellern und –händlern sowie der Bekleidungsindustrie stößt die Tierschutzproblematik – ebenso wie die häufig auftretenden hygienischen Mängel bei Kängurufleisch – jedoch offensichtlich auf taube Ohren. Auf den Appell des Deutschen Tierschutzbundes hin verwiesen die meisten Unternehmen und Händler lediglich auf ihre Qualitäts- und Sicherheitsstandards, auf Kontrollen und darauf, dass Tierschutzgesetze eingehalten würden.

„Viele der Unternehmen sind offenbar nicht bereit, selbst Verantwortung für die angebotenen Produkte zu übernehmen und verweisen lediglich auf die Nachfrage durch die Verbraucher“, sagt Anna Szczepanek vom Deutschen Tierschutzbund. Die Mehrheit der Verbraucher jedoch wüsste gar nichts davon, dass Kängurus in freier Natur auf grausame Weise getötet werden, so Szczepanek. „Wir raten daher den Verbrauchern – aber auch den Unternehmen – besser die Finger von Känguruprodukten zu lassen.“ Erfolg hatte der Appell der Tierschützer bei L. Stroetmann: Das Handelsunternehmen will in Zukunft auf Kängurufleisch verzichten.

Brutale Tötung und hygienische Mängel an der Tagesordnung

Deutschland ist der drittgrößte Importeur von Kängurufleisch und –leder weltweit. Das Fleisch wird in Restaurants und Supermärkten als Steak angeboten und teils zu Haustierfutter verarbeitet. Känguruleder versteckt sich etwa in Sportartikeln, in Outdoor- und Motorradbekleidung. Auch für deutsche Supermarktketten, wie Lidl, Metro, V-Markt und Sporthersteller, wie Adidas und Puma, werden in Australien Millionen Kängurus auf meist brutale Art getötet. Hinzu kommen jedes Jahr zahlreiche Jungtiere, die ohne ihre Mutter keine Überlebenschance haben. Wissenschaftler wie Tierschützer beklagen die Auslöschung von Beständen und befürchten, dass der Massenabschuss langfristig den Fortbestand der Kängurus gefährdet. Denn anders als vielfach behauptet sind Kängurus keine Plage, sondern vermehren sich nur sehr langsam. Hinzu kommt, dass Kängurufleisch auch aus Gesundheitsgründen bedenklich ist: Die nachtaktiven Tiere werden im Dunkeln, ohne Kontrolle durch einen Veterinär getötet, unter unhygienischen Bedingungen zerlegt und bei großer Hitze und ohne Kühlung über weite Strecken transportiert. Laboruntersuchungen von Proben aus dem Handel zeigen, dass das Fleisch oft mit Salmonellen und vor allem mit E. coli-Bakterien belastet ist. Um die Verkeimung des Fleisches zu vertuschen, ist es üblich, das Fleisch mit Milchsäure zu waschen, was in der EU allerdings nur bei Rindfleisch erlaubt ist.

Hinweis an die Redaktionen:

Der Deutsche Tierschutzbund hatte gemeinsam mit Pro Wildlife im November 2018 den Dokumentarfilm „Kangaroo – A Love-Hate Story“ in München gezeigt und zeitgleich an Verbraucher und Unternehmen appelliert, auf Känguru-Produkte zu verzichten. Eine Übersicht der Reaktionen der 43 Unternehmen auf den Appell des Deutschen Tierschutzbundes senden wir Ihnen auf Wunsch gerne zu.

Mehr Informationen auch im Artikel „Geliebt. Gehasst. Getötet.“ im Mitgliedermagazin DU UND DAS TIER des Deutschen Tierschutzbundes: www.duunddastier.de/kaenguru


Endspurt: Jetzt noch für den „Kollege Hund“-Aktionstag anmelden

 Unternehmen, die noch nicht auf den Hund gekommen sind, können das am Aktionstag „Kollege Hund“ am 27. Juni ändern. Zusammen mit den örtlichen Tierschutzvereinen und mit Unterstützung von Pedigree ruft der Deutsche Tierschutzbund zum zwölften Mal den tierischen Schnuppertag aus, an dem jährlich rund 1.000 Unternehmen den Arbeitsalltag mit Hund austesten. Interessierte Hundehalter und Firmen können sich unter www.kollege-hund.de informieren und sich noch bis zum Aktionstag anmelden. Der Kollege Hund hat sich im Arbeitsalltag bewährt und verbessert nicht nur das Arbeitsklima, sondern trägt auch dazu bei, dass Stress abgebaut wird und die Motivation steigt.

 „Mit unserem Aktionstag „Kollege Hund“ möchten wir für mehr Akzeptanz von Hunden am Arbeitsplatz werben und zeigen, dass Job und Hund durchaus vereinbar sind“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Hunde fühlen sich am wohlsten, wenn sie bei Herrchen oder Frauchen sein dürfen. Und wenn Hunde am Arbeitsplatz willkommen sind, erhöht das auch die Chancen für die vielen Hunde im Tierheim, ein neues Zuhause zu finden“, erklärt Schröder.

Im Rahmen des Aktionstages bietet es sich an, das Miteinander einfach einmal auszuprobieren und Berührungsängste zu überwinden. Voraussetzung für eine Teilnahme ist natürlich, dass die Vorgesetzten und das ganze Team einverstanden sind. Im besten Fall wird der tierische Mitarbeiter auf Zeit dann sogar zum dauerhaften Kollegen – und kann eine Bereicherung für das ganze Unternehmen sein. Denn die Anwesenheit eines Hundes wirkt sich positiv auf das Arbeitsklima aus, fördert die Motivation der Mitarbeiter und baut nachweislich Stress ab.

Hund darf nicht zu kurz kommen

Kommt der Hund mit ins Büro, dürfen seine Bedürfnisse natürlich nicht außer Acht gelassen werden. So sollten die Vierbeiner eine Rückzugsmöglichkeit, etwa eine Box oder einen Korb haben, um zur Ruhe zu kommen. Da kein Hund acht Stunden am Stück ausschließlich dösen oder schlafen kann, sollten Herrchen oder Frauchen die Pausen ganz dem Spazieren und Spielen mit dem Hund widmen. So steht einem erfolgreichen gemeinsamen Arbeitstag nichts im Wege.

 Alle Firmen, die sich am Aktionstag „Kollege Hund“ beteiligen, werden vom Deutschen Tierschutzbund mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Das Anmeldeformular steht auf www.kollege-hund.de zum Download bereit.


 


Der Tierschutzverein ist auf Spenden angewiesen!

In den letzten Monaten gab es viele Notfälle, die das Budget für „Sorgenkinder“ überstrapaziert haben.

Notoperationen, Unfallkatzen, kostspielige Klinikaufenthalte; schnell sind die Zahlen in vielen Fällen im vierstelligen Bereich gewesen.

Tierschutz bedeutet nicht nur die Unterbringung von Fundtieren. Auch in Fällen wo Tier und Mensch in Not sind, helfen wir. Tierbesitzer im Strafvollzug, im Krankenhaus oder Pflegeheim – in diesem Jahr haben wir viele Tiere unterbringen müssen, bei denen der Verein auf den Kosten „sitzen bleibt“.

Wir möchten auch weiterhin allen Tieren in Not helfen können. Auch das nächste Unfalltier soll eine Chance auf Leben haben und tierärztlich versorgt werden.

Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft – damit auch künftige Notfälle und „Sorgenkinder“ eine Chance haben!


 

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