Meldungen

Melli und Rosi

Wie aus halbwilden Katzen mit viel Liebe, Geduld und Zeit Schmusetiger werden.

Melli

Rund 2 1/2 Monate ist es nun her, dass Melli und Rosi bei uns eingezogen sind. Nachdem sie die ersten 6 Wochen nur im Stall verbracht haben, genießen sie jetzt die Sonne, die Wiese und das kleine Wäldchen neben dem Garten. Rosi taute schon nach kurzer Zeit auf und ist ein richtiges Kuschelmonster. Sie erzählt auch recht viel und hat schnell kapiert, wie das mit der Katzenklappe funktioniert. Als sie das erste Mal in ihrem Leben Schnee unter ihren Füßchen hatte, dachte ich, sie wäre vorsichtig und hätte Angst. Aber nein, sie stürzte sich sofort darauf und tobte darin herum. Es war eine Freude, ihr dabei zuzusehen. Als sie ihre erste Maus brachte, war sie stolz wie Bolle. Sie trug sie ewig lange hinter mir her, schleppte sie raus und wieder rein, um sie dann letztendlich in ihrem Futternapf zu deponieren.

Rosi

Zwischen Melli und Rosi gab es von Anfang an Zickenkrieg. Zuerst ist Melli hinter Rosi hergejagt, dann war es umgekehrt. Inzwischen ist es nicht mehr so schlimm. Die beiden mögen sich nach wie vor nicht so, aber ihre Konfrontationen sind nicht mehr so feindselig und heftig wie am Anfang. Melli ist nach wie vor recht scheu und ich dachte schon, dass sie ihr Misstrauen gegenüber Menschen wahrscheinlich nie ablegen wird. Leckerlies hat sie allerdings schon recht früh aus der Hand genommen, im Tierheim tat sie das nie. Gestern war dann der Durchbruch. Sie muss wohl allen Mut zusammen genommen haben. Ich wollte ihr wieder ein Leckerlie geben, ganz ohne den Plan sie streicheln zu wollen. Da schmiegte sie plötzlich ihr Köpfchen an meine Hand und ließ sich bereitwillig über Kopf und Rücken streichen. An dem Leckerlie war sie null interessiert, suchte nur den Kontakt. Mir ging richtig das Herz auf !

Die beiden ehemals halbwilden Katzen fühlen sich inzwischen pudelwohl bei uns und machen ihrem Herrchen viel Freude.

Ein Beweis dafür, wie man scheuen Katzen mit Geduld und Liebe dazu verhelfen kann, ein glückliches Katzenleben zu führen.


Katzenelend auf dem Campingplatz Waldesruh geht in die zweite Runde

Im letzten Jahr hat der Tierschutzverein Gifhorn über 70 nicht kastrierte, herrenlose Katzen auf dem Campingplatz Waldesruh in Gifhorn eingefangen, medizinisch versorgt und kastriert. Darunter befanden sich allein über 40 Babykatzen, die glücklicherweise alle gut vermittelt werden konnten, da sie noch an den Menschen gewöhnt werden konnten. Leider waren die meisten erwachsenen Katzen im Freien dort geboren und nicht auf den Menschen geprägt, sodass eine Unterbringung im Tierheim und spätere Vermittlung fast ausgeschlossen war. Wiederum einige dieser „halbwilden“ Katzen konnten in ihr angestammtes Revier auf dem Campingplatz zurückgesetzt werden, weil es dort tierliebe Menschen gab, die weiterhin bereit waren, sie zu füttern, da sie trotz fehlender Sozialisierung von der Versorgung durch Menschen abhängig waren. Andere Katzen hatten nicht so viel Glück, da sich niemand fand, der sie weiter füttern wollte.

Diese Katzen wurden notgedrungen im Tierheim untergebracht und verbrachten dort eine lange Zeit. Sie litten während ihres Aufenthaltes bei uns sehr unter dem Eingesperrtsein und der ungewohnten Nähe zum Menschen bis sie letztendlich alle auf Pferdehöfe oder an Leute vermittelt werden konnten, denen es nichts ausmachte, dass sie nicht zum Kuscheln zu ihnen kamen und wo sie nun als Mäusefänger wieder ein Leben in Freiheit genießen können.

In diesem Jahr geht das Elend einiger Katzen leider weiter. Ein Bewohner des Campingplatzes Waldesruh hatte sich um insgesamt 13 Katzen gekümmert, indem er sie mit Futter versorgte. Dieser Mann ist leider vor kurzem verstorben, sodass die Katzen ihre gewohnte Bezugsperson und ihren Fütterer verloren haben. Trotz intensiver Bemühungen ist es uns leider nicht gelungen, weitere Anwohner zu bewegen, die Katzen weiter zu versorgen. Auch die Rechtsnachfolger des ehemaligen Versorgers wollten mit den Tieren nichts zu tun haben.

Unter den Tieren befanden sich einige zutrauliche Katzen, die bereits in ein schönes Zuhause weitervermittelt werden konnten. Für die anderen, halbwilden sieht es nicht so rosig aus. Sie leiden aktuell unter dem Stress der Unterbringung und möchten so schnell wie möglich wieder frei umher laufen können. Wir suchen dringend Menschen, die diesen Katzen eine Chance auf ein neues, weitestgehend eigenständig geführtes Leben geben. Ideal wären Pferde- und Resthöfe, auf denen die Katzen nach Mäusen jagen können.

Interessenten können sich im Tierschutzzentrum, unter der Tel. 05374/4434  oder per Mail: info@tierschutzgifhorn.de melden.

 

Der Tierschutz bleibt im „Flaschenhals“ stecken

Barbara Otte-Kinast will den Tierschutzplan zugunsten einer niedersächsischen „Nutztierhaltungsstrategie“ aufgeben. Die Prüfung ökonomischer Aspekte soll der „neue Flaschenhals“ der zukünftigen Tierschutzvorhaben sein.

„Unsere Gesellschaft hinterfragt die heutige konventionelle Tierhaltung in der Landwirtschaft zunehmend kritisch, große Mehrheiten lehnen sie sogar ab, kritisiert Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes. „Und auch die Landwirte erkennen zunehmend, dass die bisher nahezu ausschließlich auf Wachstum ausgerichtete Agrarpolitik nicht mehr zukunftsfähig ist. Klar ist: Erfolgt die Erzeugung tierische Produkte nur unter ökonomischen Gesichtspunkten, geht dies zu Lasten der Tiere und zu Lasten der Landwirte, die sich dem gesellschaftlichen Wandel stellen.“

Die neue „Nutztierhaltungsstrategie“ scheint ein primäres Ziel zu verfolgen: Den Tierschutz alleine von ökonomischen Aspekten abhängig zu machen. „Ein Bekenntnis zum Tierschutz – aber nur wenn es nichts kostet, ist respektlos und unakzeptabel“, so Ruhnke der weiter betont: „Frau Ministerin, Tiere haben keinen Preis, sie haben einen Wert!“

Der eingeführte Tierschutzplan mit seinen Fach-Arbeitsgruppen hat in der Vergangenheit erfolgreich vorhandene Missstände benannt und Maßnahmen zur Beendigung entwickelt. Otte-Kinast vollführt nun die Rolle rückwärts weit hinter dem, was die CDU – in Person des ehemaligen CDU-Ministers Gert Lindemann – bereits vor Jahren hinter sich gelassen hatte: Das Image als Interessenvertreter ausschließlich der Groß- und Megabetriebe. Die Ministerin fährt nun mit Vollgas gegen die Familienbetriebe, die ausnahmslos ihre Tiere lieber heute als morgen ohne Leid halten wollen, aber darauf angewiesen sind, dass man ihnen seitens der Ministerin die Umsetzung ermöglicht und nicht erschwert. Den von ihrem Parteikollegen Lindemann auch aus diesem Grund entwickelten Tierschutzplan über den „Flaschenhals“ der Ökonomie nun ad absurdum zu führen, zeigt die fehlende Weitsicht der Ministerin für eine Zukunftsfähigkeit ihres Ressorts und Gespür für das, was sowohl Tierhalter als auch Verbraucher wollen.

Neben dem Wegfall der Weideprämie ein weiteres verheerendes Signal der Ministerin gegen die kleinen bis mittleren bäuerlichen Betriebe, die nicht nur im Rahmen des Tierschutzes eine wichtige Säule im gesellschaftlichen Wandel sind. Sie werden wohl durch die von Barbara Otte-Kinast hofierte Agrarindustrie nun weiter verdrängt. Mit allen bekannten negativen Folgen –

 


Über 100 Hunde und Katzen beschlagnahmt

AG „Welpenhandel“ warnt vor illegalem Geschäft auf Kosten der Tiere

Anlässlich der Hunde- und Katzenwelpen, die die Polizei Dienstagnacht aus einem Transport beschlagnahmte, warnt die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ erneut vor dem illegalen Geschäft mit den Tieren. Die 93 Hundewelpen und 21 Katzenwelpen waren bei der Kontrolle eines slowakischen Transporters auf der A8 an der Anschlussstelle Leonberg-West entdeckt worden. Die Tiere befinden sich nun zunächst im Tierheim Stuttgart – bis die Behörde entscheidet, ob sie zu ihren Besitzern zurück müssen oder in der Obhut des Tierschutzes bleiben können.

„Das illegale Geschäft mit den Welpen geht auf Kosten der Tiere“, sagt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir können nur appellieren: Kaufen Sie kein Tier über das Internet oder dubiose Anzeigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass illegaler Tierhandel dahintersteckt ist sehr wahrscheinlich.“

Das Geschäft mit Hundewelpen boomt. Vor allem Rassehunde, aber auch Mischlinge, werden immer wieder im Rahmen von Kontrollen entdeckt. Auch Katzen oder andere Tiere finden sich teilweise in den Transportern. Meist stammen die Tiere aus Osteuropa, wo sie unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet werden. Die Mutterhündinnen und Deckrüden leben meist in Verschlägen, ohne jegliche menschliche Zuwendung. Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht und viel zu früh, nach etwa 4 bis 6 Wochen, von ihren Welpen getrennt. Die frühe Trennung von der Mutter schwächt das Immunsystem der Welpen. Weil Impfungen und Parasitenbehandlungen fehlen, sind die meisten Welpen – wenn sie nach einem anstrengenden Transport an ihrem Bestimmungsort ankommen – ernsthaft krank. So ist auch der gesundheitliche Zustand der meisten Tiere aus dem aktuellen Fall bedenklich.

Über die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“

Die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ ist eine gemeinsame Initiative von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, TASSO e.V., dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), dem Deutschen Tierschutzbund, der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT) sowie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Mehr Informationen unter www.wuehltischwelpen.de.

Der Deutsche Tierschutzbund informiert mit einer Kampagne über illegalen Welpenhandel. Mehr Informationen online unter www.tierschutzbund.de/kampagne-welpenhandel


Hunde verstehen mit Gina Hasenfuß

Sie verstehen ihren Hund nicht – ihr Hund versteht sie nicht.

Lernen sie mit Gina Hasenfuß die Sprache ihres Hundes kennen und stellen Sie Fragen rund um Ihren Vierbeiner. Das Tierschutzzentrum Gifhorn und Umgebung e.V. bietet monatlich eine kostenlose Beratungssprechstunde für Mensch und Hund an. Der erste Beratungstermin ist am 17. Januar 2018, 15 Uhr, im Tierschutzzentrum Gifhorn und Umgebung e.V.

Gina Hasenfuß, bekannt durch „Hunde dolmetschen“ ist zertifizierte Tierpsychologin. Sie arbeitet seit Jahren mit Familien, die Unterstützung bei der Erziehung ihres Hundes brauchen, zusammen.

Anmeldungen unter info@hunde-dolmetschen.de

Weitere Termine:  11. April, 9. Mai, 6. Juni 2018, jeweils um 15 Uhr.


Der Tierschutzverein ist auf Spenden angewiesen!

In den letzten Monaten gab es viele Notfälle, die das Budget für „Sorgenkinder“ überstrapaziert haben.

Notoperationen, Unfallkatzen, kostspielige Klinikaufenthalte; schnell sind die Zahlen in vielen Fällen im vierstelligen Bereich gewesen.

Tierschutz bedeutet nicht nur die Unterbringung von Fundtieren. Auch in Fällen wo Tier und Mensch in Not sind, helfen wir. Tierbesitzer im Strafvollzug, im Krankenhaus oder Pflegeheim – in diesem Jahr haben wir viele Tiere unterbringen müssen, bei denen der Verein auf den Kosten „sitzen bleibt“.

Wir möchten auch weiterhin allen Tieren in Not helfen können. Auch das nächste Unfalltier soll eine Chance auf Leben haben und tierärztlich versorgt werden.

Helfen Sie uns mit einer Spende oder Patenschaft – damit auch künftige Notfälle und „Sorgenkinder“ eine Chance haben!


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