Meldungen

Vorstand bestens aufgestellt

Am 24. März 2017 fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung im Deutschen Haus statt. Zahlreiche Mitglieder und geladene Gäste besuchten unsere Versammlung. Herr Dr. Mario Ruppert vom Veterinäramt hielt nach der Begrüßung der Vorsitzenden eine kleine Ansprache.

Unsere 1. Vorsitzende Gabriele Asseburg-Schwalki sowie die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Andrea Krüger und Iris Reifenrath-Rabe wurden wiedergewählt. Wolfgang Schaepers, Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung wurde zum Schatzmeister und Carola Brinkmann, Anwältin, zur Schriftführerin ernannt. Damit ist der Vorstand des Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e.V. bestens für die bevorstehenden Aufgaben aufgestellt.

Als weitere Ziele hat sich der Vorstand folgendes vorgenommen:

  • weitere Renovierung der Tierunterkünfte
  • Anbau einer Quarantänestation
  • Anbau eines Babykatzenzimmers
  • Mitgliederanzahl erhöhen
  • Spenden- / Sponsorensuche für einzelne Projekte

Die Plätze für den diesjährigen Zukunftstag  am 27. April 2017 sind bereits belegt!


Bei Ostereiern auf die Herkunft achten

Der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e.V. empfiehlt, bei der Wahl der Ostereier auf Eier aus artgerechter Haltung zurückzugreifen. Vorsicht ist bei bereits gefärbten oder verarbeiteten Eiern geboten, denn dort besteht keine Kennzeichnungspflicht dazu, aus welcher Tierhaltung diese stammen. Noch immer leben 3,5 Millionen Legehennen in Deutschland in sogenannten Kleingruppen-Käfigen, außerdem werden Käfigeier aus dem Ausland importiert. Die Tiere haben dort nur etwas mehr Platz als eine DIN-A4-Seite.

 „In der drangvollen Enge der Kleingruppenkäfige können sich die Hennen kaum bewegen“, erklärt Gabriele Asseburg-Schwalki, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung e.V. „Der erzwungene Bewegungsmangel führt zu gesundheitlichen Schäden. Zudem können die Hennen dort nicht im Sand baden, nicht scharren und nicht picken – alles Verhaltensweisen, die für Hühner typisch und wichtig sind. Federpicken und Kannibalismus sind oftmals die Folge davon, dass die Tiere ihre arteigenen Bedürfnisse nicht ausleben können – und den Trieb dann gegen die Artgenossen richten.“

 Eier aus der Kleingruppenkäfighaltung finden sich vor allem in verarbeiteten Produkten – in Eierlikör, Nudeln, Backmischungen, Kuchen oder anderen Fertigprodukten. Neun Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammen noch aus Käfighaltung. Erst ab 2025, mit Ausnahmen erst ab 2028, ist diese Haltungsform gesetzlich verboten. Bei frischen Schaleneiern sind Käfigeier mit der Ziffer „3“ seit Einführung der Kennzeichnungspflicht aus den Regalen verschwunden; der Verbraucher kauft sie nicht mehr. Zehn Prozent der Eier stammen aus Biohaltung (Ziffer „0“), 18 Prozent aus Freilandhaltung (Ziffer „1“) und 64 Prozent aus Bodenhaltung (Ziffer „2“).

Keine Kennzeichnungspflicht bei gefärbten und verarbeiteten Eiern

Eine Angabe zur Haltung der Hennen ist beim Verkauf von gekochten und gefärbten Ostereiern dagegen nicht verpflichtend – ebenso wenig, wie bei verarbeiteten Produkten, die Eier enthalten. Bei vorgefärbten Ostereiern machen viele Handelsunternehmen mittlerweile jedoch bereits freiwillig eine Angabe – der Großteil stammt aus Bodenhaltung. Dennoch: Steht nichts Gegenteiliges auf der Verpackung, so handelt es sich meist um Käfigeier. Der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e.V. fordert daher gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund eine verpflichtende Kennzeichnung entsprechend der Haltungssysteme der Legehennen. Bis dahin appellieren die Tierschützer, auf nicht gekennzeichnete Produkte zu verzichten und nur Eier aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung zu kaufen. Auch Eier mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes garantieren bessere Bedingungen für Legehennen.


Winterfest bei IHLE Bad in Osloß

Beim ersten Winterfest der Firma IHLE Bad in Osloß am 25.02.2017 war der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e. V. mit einem Stand vertreten. Herr Böhlke, Inhaber der Firma IHLE Bad, wollte etwas anderes machen, als einen Tag der offenen Tür. Und so wurde es ein Winterfest. Bei herrlichem Wetter kamen sehr viele Besucher. Die Ausgabe der Tombolapreise wurde vom Tierschutzverein übernommen, da uns der Erlös der Tombola zu Gute kommen sollte. Innerhalb kürzester Zeit wurden 300 Lose verkauft, was auch an den tollen Preisen lag. Den Erlös aus dem Losverkauf hat die Firma IHLE Bad dann noch aufgestockt und so wurden uns 1.000 Euro übergeben.

Dafür sagen wir herzlichen Dank und wir kommen gern wieder.


Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration: Agrarausschuss berät über Bericht der Bundesregierung

Der Agrarausschuss des Bundesrats berät heute über einen Bericht zum Entwicklungsstand alternativer Verfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt, dass auch die Bundesregierung in dem von ihr vorgelegten Bericht zu dem Schluss kommt, dass drei

Alternativen praktikabel sind: die Ebermast, die Impfung gegen Ebergeruch und die Kastration unter Vollnarkose. Aus Sicht der Tierschützer sollten die Alternativen allerdings baldmöglichst, und nicht erst 2019, angewendet werden.

„Die Bundesregierung hat mit ihrem Bericht einen Zwischenstand gegeben, der in unserem Sinne ist“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die drei Alternativen zur betäubungslosen Kastration sind sowohl tierschutzkonform als auch praktikabel. Alle sind bereits heute durchführbar. Das bedeutet aber auch, dass eine weitere betäubungslose Kastration nicht länger akzeptabel ist.“ Die Kastration männlicher Ferkel ohne Betäubung ist zwar nur noch bis zum 31.12.2018 erlaubt. Bis dahin wird der Großteil männlicher Ferkel aber weiter routinemäßig ohne Betäubung kastriert – obwohl Alternativen bereits heute vorhanden sind. Teilweise erhalten die Tiere zwar Schmerzmittel, diese können den Kastrationsschmerz jedoch nicht ausreichend lindern.

 Alternativen sind bereits praxistauglich

Die Mast unkastrierter Eber wurde durch verschiedene Projekte vorangetrieben. Diese haben gezeigt, dass die Haltung von Ebern bei Beachtung gewisser Management- und Haltungsaspekte ohne tierschutzrelevante Probleme realisierbar ist. Eine weitere Alternative ist die Impfung gegen Ebergeruch, bei der die Produktion von Geschlechtshormonen der Eber gehemmt wird. Die Methode wurde bereits in anderen Ländern erfolgreich durchgeführt. Falls noch nicht gänzlich auf die chirurgische Kastration verzichtet werden kann, muss zumindest eine Narkose erfolgen, die den Schmerz beim Eingriff unterbindet.

 Lokalanästhesie ungeeignet

Im Gegensatz zu den drei genannten Methoden ist die Lokalanästhesie als Alternative nicht geeignet und aus Tierschutzsicht eindeutig abzulehnen. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Injektion des Lokalanästhetikums einen zusätzlichen Stress- und Schmerzfaktor vor der Kastration darstellt und die Betäubung ungenügend ist, um den Kastrationsschmerz vollständig auszuschalten. Dies wäre jedoch die Vorgabe des Tierschutzgesetzes für den Einsatz einer solchen Methode bei der Ferkelkastration.


Start der Krötenwanderung: Deutscher Tierschutzbund ruft zu Vorsicht und Mithilfe auf

Kröten, aber auch andere Amphibien, haben sich teilweise bereits auf Wanderschaft begeben. Der Deutsche Tierschutzbund bittet Auto- und Motorradfahrer um Vorsicht. Auf ihrem Weg zum Laichplatz überqueren Kröten oftmals Landstraßen und werden so leicht Opfer des Verkehrs. Damit die Tiere eine Chance haben, sollte man vor allem in der Dämmerung und nachts auf Strecken mit Amphibienwanderungen nicht schneller als Tempo 30 fahren, rät der Deutsche Tierschutzbund.

Millionen Amphibien – Kröten, Frösche und Molche – verlassen ihre Winterquartiere bei steigenden Temperaturen. Meist zeitgleich starten sie ihre Wanderung, um ihre gewohnten Gebiete zum Ablaichen aufzusuchen. Für ein paar Wochen kommt es dann zu sogenannten Massenwanderungen. Meist sind die Tiere in verregneten und frostfreien Nächten unterwegs, in der Regel ab Einbruch der Dämmerung und bis circa Mitternacht.

Straße wird zum Verhängnis

Das immer dichter werdende Straßennetz bedeutend Lebensgefahr für die wandernden Tiere. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, insbesondere Erdkröten. Auch wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, kann sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge töten: Dieser bringt die Blutgefäße der Tiere zum Platzen. Daher ist es besonders wichtig, beim Auto- oder Motorradfahren die Geschwindigkeit zu reduzieren, wenn Amphibien auf Wanderschaft sind.

Tierschützer bei Krötenwanderungen im Einsatz

Während vereinzelt auf Massenwanderungen von Kröten mit der Sperrung besonders betroffener Straßen oder der Errichtung von Krötentunneln oder –brücken reagiert wird, sind andernorts Tierschützer im Einsatz. Den vielen ehrenamtlichen Tierfreunden verdanken hunderttausende Amphibien ihr Weiterleben und die Chance, für Nachwuchs zu sorgen. Diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz kann jeder leisten. Interessierte können sich beispielsweise beim örtlichen Tier- oder Naturschutzverein melden, um beim Errichten von Krötenzäunen und der Kontrolle von Zäunen und Auffangeimern zu helfen.

Aber auch als Gartenbesitzer kann man Schutzquartiere für Amphibien schaffen – in Form von Komposthaufen, Steinhügeln oder Altholzhaufen, in denen sich die Tiere gern verkriechen. Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten. Keller und Kellerschächte sollten Tierfreunde mit einem Schutzgitter abdichten oder sie regelmäßig auf gefangene Amphibien kontrollieren.


Dringend Pflegestellen gesucht!

MaxiDer Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e. V. sucht weiterhin dringend Pflegestellen für Babykatzen. Auch wenn durch den ersten Aufruf bereits viele neue „Katzenmuttis“ gewonnen werden konnten, fehlen insbesondere noch Pflegestellen für Flaschenkinder.

Die kleinen mutterlosen Babys sind sehr pflegeintensiv und brauchen alle zwei Stunden Betreuung. Berufstätige können diese Versorgung gerade am Anfang oftmals leider nicht leisten. Auch nachts brauchen die Babys ihr Fläschchen. Wenn die Kleinen einmal krank werden, müssen zusätzlich Tierarztbesuche eingeplant werden.

Der Tierschutzverein übernimmt sämtlichen finanziellen Aufwand, stellt die Nahrung, Decken usw. Natürlich stehen wir bei Rückfragen zu den Babykatzen mit Rat und Tat zur Verfügung.

Wer also die Zeit hat und bereit ist, als Pflegestelle tätig zu werden oder noch Fragen zur Flaschenaufzucht hat, meldet sich bitte beim Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung e. V. in Ribbesbüttel unter der Telefonnummer 05374/4434 bei Frau Hölter oder per E-Mail an s.hoelter@tierschutzgifhorn.de.


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